Die LEF

Die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg


Die LEF ist eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus 27 Familien-Bildungsstätten in Württemberg, dem Vorstand und der Geschäftsstelle.

 

Geschäftsstelle der LEF:  

  • Geschäftsführer: Dietmar Lipkow (50%)
  • Pädagogische Referentin: Katina Tietke (50%)
  • Sekretärin: Marie-Louise- July (20%)

 

Die LEF gehört zur EAEW (Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg) und damit zur württembergischen Landeskirche.

Weitere Mitglieder der EAEW:

  • LageB (Landesarbeitsgemeinschaft evangelischer Bildungswerke in Württemberg)
  • LAGES (Evangelische Senioren in Württemberg)

 

Historie der LEF

Gegründet 1972, hat die LEF eine bereits 40-jährige Geschichte, die hier in einer kurzen, unterhaltsamen Form dargestellt werden soll:

Die 70er sind geprägt durch die Frauenbewegung: Frauen fordern Gleichberechtigung und ein neues Rollenverständnis. 1970 wird ausgerufen als Internationales Jahr der Bildung! Und Bildung ist das Anliegen der Mütterschulen, die in den 20er Jahren gegründet wurden, die erste von der Theologin Amalie Volz in Esslingen.

1964 wird die LEF erstmalig erwähnt als Arbeitsgemeinschaft von 3 Mütterschulen.

1972 nennt sich die bisherige Arbeitsgemeinschaft der Mütterschulen um in Landesarbeitsgemeinschaft der evangelischen Familienbildungsstätten in Baden-Württemberg. Pfarrer Werner Köstlin wird erster Vorsitzender, Verena Albrecht ist die Stellvertreterin. Man macht sich voller Elan an die Arbeit, denn es gab weder eine LEF- noch eine EAEW-Geschäftsstelle.
Im November 1972 werden erste Überlegungen angestellt, wie man Forderungen nach einer Geschäftsstelle auf den Weg bringen kann, die benötigt wird um die Förderungen mit dem Land zu verhandeln und zu koordinieren und die hinsichtlich der Förderaspekte zu erwartende Konkurrenz mit den Volkshochschulen zu bedenken.

1973 wird auf EKD-Ebene ein Rahmenplan für die Familien-Eltern-Bildung erarbeitet. Immer mehr Familienbildungsstätten werden gegründet bzw. treten der LEF bei.

Die großen Themen bzw. Herausforderungen dieser ersten Jahre sind:

  • die Sicherstellung der Qualifizierung und Fortbildung der Leiterinnen bzw. Kursleitenden der FBSen
  • die Positionierung der Familienbildung in der Kirche:Unermüdlich suchte der Vorstand Gespräche mit der Kirchenleitung um Kirche zu verdeutlichen, dass Familienbildung genuine Aufgabe von Kirche ist.
  • Und mit Nachdruck wurde die Forderung nach einer Geschäftsstelle unterstrichen.

1975 lautet das Jahresthema der LEF: Mütter im Gleichgewicht der Familie

1977 wurden die Honorarsätze, die sehr unterschiedlich ausfielen, verhandelt.
Und es gelingt der LEF durch konsequentes Einfordern beim Sozialministerium sich als Partnerin bei der „Aktion Familie" einzubringen.

In den 80er Jahren setzt die LEF unermüdlich und unbeirrt ihre Arbeit fort, positioniert sich und wird eine ernstzunehmende und verlässliche Partnerin in Sachen Familienbildung in Württemberg.

Von 1984 -1990 ist Hannelore Gölz Mitglied im Vorstand der LEF. Weitere FBSen kommen hinzu. Und die Zeichen stehen auf Familienbildung.

In den 90er Jahren wird auch in der EAEW ein Computerausschuss eingerichtet, der die Anschaffung von PCs auf den Weg bringt. Die Geschäftsführung der LEF wird Herrn Schemutat übertragen.

Das Jahr 1994 ist das internationale Jahr der Familie. Neue FBSen kommen zur LEF dazu und die Idee, dass FBAs Außenstellen von Familienbildungsstätten werden wird diskutiert und vorangetrieben. Es werden Gespräche mit den Ministerien geführt und 1994 wird ein Brief an die Landtagsabgeordneten versandt, um gegen die Kürzungen der Förderungen nach dem Weiterbildungsgesetz zu protestieren.
Ein Thema, das die LEF bis heute beschäftigt.

1996 wird Ilse Birzele erste Vorsitzende der LEF

Die 90er Jahre sind bestimmt von unermüdlicher Überzeugungsarbeit gegenüber den Ministerien und der Kirche, dass die Familienbildungsstätten unerlässliche und nicht wegzudenkende Säulen in Gesellschaft und Kirche sind.

Gleichzeitig werden auf vielen Studientagen und Tagungen die neuen Herausforderungen von Familienbildung diskutiert, z.B. 1998 mit dem Tagungsthema: Pluralisierung von Familien- und Lebensformen und Neuorientierung im Geschlechterverhältnis auf der Trägervertretungskonferenz. Mit vielfältigen Kursangeboten laden die FBSen und FBAs ein und sind ein Wegweiser ins nächste Jahrtausend

Die 2000er Jahre
Und kein Gespenst, sondern das Ergebnis einer lange ignorierten Entwicklung kommt in der Realität an: der demografische Wandel.
Dem gilt es neben den Herausforderungen von Migration, Inklusion und Fragen nach Vereinbarung von Beruf und Familie Rechnung zu tragen, auch in der Familienbildungsarbeit. Die Familienbildung verändert sich analog den gesellschaftlichen Anforderungen: Zunehmende Weiterentwicklungen der FBSen in Richtung Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, etc. zeichnen sich ab. Immer mehr Arbeitsbereiche außerhalb des klassischen Kursbereichs, z.B. in Form von Projekten zu unterschiedlichen Themen und Zielgruppen werden entwickelt.

Und ja, es gab sie auch in der LEF: schwierige Zeiten!
Zum Beispiel als Anfang der 2000er Jahre ein neuer Verband der Familien-Bildungsstätten gegründet wurde und es zu harten Auseinandersetzungen innerhalb der LEF kam.

Carmen Rivuzumwami ist die aktuelle 1. Vorsitzende der LEF. Sie übernahm diese Aufgabe im Jahre 2009 und löste Monika Schnaitmann ab.

2011 gab es eine Namensänderung der LEF - das "Evangelisch" wurde vorangestellt, da in der Realität nur noch ein Teil der Familien-Bildungsstätten tatsächlich evangelisch getragen sind: LEF heißt jetzt nicht mehr "Landesarbeitsgemeinschaft evangelischer Familien-Bildungsstätten", sondern: "Evang. Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg". Das Kürzel LEF bleibt erhalten.